10.11.2026
10 Min. Lesezeit
Während die bekannten europäischen Destinationen von Tourismusmassen überflutet werden, bilden andere Regionen noch blinde Flecken in der touristischen Landkarte. Dieses Ungleichgewicht soll mit einem neuen Fokus der Europäischen Union beseitigt werden.
10.11.2026
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Status-Quo und neuer Fokus
Der europäische Tourismuskommissar Apostolos Tzitzikostas benennt das Problem: Die Hälfte aller touristischen Übernachtungen in Europa konzentriert sich auf nur 13 Prozent der Regionen. Die Kommission will daher nicht mehr nur auf steigende Gästezahlen setzen, sondern lokale Gemeinschaften und Betriebe stärken.
So sollen sich die Besucher besser über Jahreszeiten und Destinationen verteilen. Dafür werden von der EU in den nächsten Jahren Anreize geschaffen, um grenzüberschreitende Bahnreisen zu vereinfachen, den Datenaustausch zwischen den Mitgliedstaaten zu verbessern und bislang weniger bekannte Gebiete als attraktive Urlaubsregionen darzustellen. Susanne Kraus-Winkler, WKO-Tourismusobfrau, sieht besonders in Österreich Potenzial für die Regionen Waldviertel, Weinviertel, Teile der Steiermark, Semmering und Gastein.
Sichtbarkeit als Schlüssel
Mit diesem Fokus wird also die Sichtbarkeit kleinerer und bislang unbekannter Regionen wichtiger. Denn wenn Besucher abseits der Hotspots verreisen sollen, müssen sie diese Orte zuerst kennen. Also müssen weniger bekannte Regionen bei der visuellen Präsenz, Sichtbarkeit und bei der Bewerbung ihrer Aktivitäten aufholen.
Interaktive Panoramakameras können diese Lücke schließen. Statt eines einzelnen, sorgsam gewählten Fotos können Interessierte eine Region in 360 Grad Ansicht erkunden: Sie bewegen sich selbstständig durchs Bild, klicken auf interaktive Punkte und informieren sich über Aktivitäten vor Ort. Dies erhöht die Verweildauer, weckt Neugierde und löst schlussendlich das Bedürfnis aus, die Region im echten Leben zu entdecken.
Live-Panoramen bringen außerdem weitere Vorteile:

Mehrere Panoramakameras in einer Destination oder in benachbarten Destinationen können so die ganze Region abdecken. Dies wurde beispielsweise bereits in der Donauregion Oberösterreich und im Murtal in der Steiermark umgesetzt:
So können interaktive Panoramakameras dazu beitragen, dass Regionen jenseits der typischen Postkartenmotive ihre eigene Geschichte erzählen können.
